Gut essen in Manchester: Diese Restaurants solltest Du testen

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Gut essen in Manchester – der ultimative Restaurantcheck

Woran musst Du denken, wenn du England hörst? Die Royals, London und den Brexit. Gute Küche und kulinarische Köstlichkeiten, dafür ist Großbritannien nicht bekannt. Als ich mit einer guten Freundin allerdings einen kleinen Trip auf die Insel gemacht habe, wurde ich trotz einiger Vorurteile eines besseren belehrt. Die englische Küche ist besser als ihr Ruf. Daher nun dieser Artikel mit dem Thema „Gut essen in Manchester,“ denn genau dort konnte ich einige Restaurants und Cafés testen. Solltest Du auch einen Wochenendtrip in diese tolle Stadt vorhaben oder euch ein Manchester-United-Spiel reinziehen wollen, dann helfen Dir diese Tipps sicherlich weiter.

Banyan: Tolles Mittagsangebot mit sehr gutem Essen und fairen Preisen

Das Banyan haben wir direkt nach unserer Ankunft in Manchesters Zentrum entdeckt. Es sah von außen ganz nett aus und die Preise stimmten auch. Nachdem wir bereits etwas ausgehungert waren, zögerten wir dann auch nicht lange und betraten das Restaurant. Wie auch schon in vielen deutschen Restaurants üblich, wird man auch in England an einen von der Bedienung ausgewählten Tisch platziert. Das Interieur des Restaurants ist sehr modern und doch rustikal. Die Bedienungen dort sind sehr freundlich und sehr bemüht um ihre Gäste. Da kann man sich wirklich nicht beklagen. Allerdings war mir das ständige Fragen, ob wir neben Wasser noch andere Getränke möchten, etwas zu vehement. Die Beharrlichkeit der Bedienung machte sich aber bezahlt, denn schließlich bestellten meine Reisebegleitung und ich dann einen alkoholfreien Cocktail und einen Smoothie, die beide sehr lecker und frisch waren.

Leberpastete
Bild 1: Leberpastete mit Weißbrot und einen süßen Chutney aus karamellisierten Zwiebeln – einfach ein Traum!

Wie steht es im Banyan mit dem Preis-Leistungsverhältnis?

Das Preisniveau war für England sicherlich in Ordnung. Zwischen umgerechnet 9 und 20 EUR findet man dort sehr gutes Essen. Ob Frühstück, Burger, Salate oder Steak – für jeden Geschmack dürfte etwas dabei sein. Doch sieh selbst: Hier findest Du die genaue Speisekarte des Banyan. Wir haben uns für das Mittagsangebot entschieden. Das kostete rund 15 Euro und enthielt entweder Vorspeise und Hauptgericht oder Hauptgericht und Nachspeise. Wir wählten beide ersteres.

Saté
Bild 2: Vorspeisen können die Briten. Hier Chicken-Saté mit Erdnusssauce.

Was haben wir uns bestellt?

Meine Reisebegleitung hatte Satéespieße mit Erdnusssauce und einen Salat mit Fleischstreifen, Süßkartoffeln und anderen Leckereien. Ich hingegen hatte mich für die Leberpastete mit einem Chutney aus karamelisierten Zwiebeln und dem Breaktfast-Burger (Geflügelpattie, Bacon und Spiegelei auf einem Briochebrötchen) entschieden. Die Getränke mit jeweils 6 Euro waren im Verhältnis zum Essen dann relativ teuer, was dann natürlich auch erklärt, warum wir so oft nach Getränken gefragt wurden. Nichtsdestotrotz kann ich Dir das Banyan nur wärmstens ans Herz legen. Das Essen hatte eine sehr gute Qualität und schmeckte einfach hervorragend. Ein wirklich guter Tipp für alle Foodies. Wenn Du also in Manchester mal gut essen gehen willst, dann ist das Banyan Deine Adresse. Solltest Du bei folgendem Bild Bock auf Burger bekommen, empfehle ich Dir meinen Artikel zu Burgerbrötchen Backmischungen zu lesen.

Banyan Breakfast Burger
Bild 3: Breakfast Burger in einem Briochebrötchen mit Pommes. Einfach nur Hammer!

Gut essen in Manchester: Das Revolution

Das Revolution ist eine Restaurantkette, die es mehrmals in Manchester und in England gibt, aber Kette muss ja erstmal nichts schlechtes sein. Das Konzept war dem Banyan sehr ähnlich. Rustikale Einrichtung und von Burger, über Steak bis hin zu Superfood-Salaten mit Quinoa gibt es dort alles, was das einfache Herz begehrt. Der Service war auch super und im Gegensatz zum Banyan viel unaufdringlicher. Außerdem ist das Preisniveau niedriger. Die meisten Gerichte kosten hier um die 11 Euro. Falls Du Dich für die genauen Details interessierst, wirf doch einfach einen Blick auf die Speisekarte von Revolution.

Fitnesssalat
Bild 4: Gesund und lecker -der Fitnesssalat von Revolution mit Ziegenkäse und Rote-Beete-Dressing

Nur Revolte oder doch Revolution?

Wir hatten dort einen Salat mit Rote Beete und Ziegenkäse und einen Riesenportion Cesar-Salad. Preis-Leistung war top. Die Portionen waren großzügig und das Essen war frisch zubereitet. Dazu gibt es im Revolution Cocktails mit ordentlich Schuss und eine gute Auswahl an englischen Bieren und Cidern. Wer also in Manchester gut und zu einem fairen Preis essen gehen will, ist bei den Revolution-Restaurants definitiv an der richtigen Stelle.

Cesar Salad
Bild 5: Ein Cesar Salad wie ich ihn gern hab: Lecker und üppig in der Portion.

Leckere Pie in Manchester: Der Pieminister ist die richtige Adresse

„Wenn ich schon mal in England bin, dann möchte ich auch mal traditionelles englisches Essen probieren!“ Das war mir schon vor unserer Reise klar. Als wir dann in Manchester unterwegs waren, empfohl mir einer meiner Instagram-Freunde dann Pieminister. Das traf sich wunderbar, denn der Pieminister ist eine Kette, die sich auf Pie spezialisiert hat. Dazu kann man Mashed Peas (Erbsenstampf) oder Coleslaw (Krautsalat). Pie und Beilage kosten so um die 10 Euro.

Pieminister Pie
Bild 6: Pie mit Coleslaw – traditionell und doch hip und modern! Eine echte Empfehlung.

Wie war das Essen beim Pieminister?

Ich habe mir zum Beispiel die Matador-Pie bestellt, eine spanische Abwandlung des englischen Traditionsgerichts mit Chorizo. Die Gravy (Bratensauce), mit der die Pie serviert wurde, war himmlisch. Ich hätte noch einen ganzen Liter davon trinken können, auch wenn es meiner Figur sicherlich nicht zuträglich gewesen wäre. Das Einzige, was ich etwas bemängeln muss, war die Wartezeit. Wir waren um die Mittagszeit dort und wir waren vielleicht 10 Gäste im Lokal und wir haben sicherlich 30-45 Minuten gewartet. Eine Erklärung wäre Langsamkeit der Bedienung, die andere, die mir persönlich besser gefällt: Die Frische Zubereitung des Essens nahm einfach Zeit in Anspruch.

Pieminister Motto
Bild 7: Da kann ich dem Pieminister wohl kaum widersprechen.

Nachtisch geht immer

Was dann wesentlich schneller ging als der Hauptgang, war die Nachspeise, auf die wir keinesfalls verzichten wollten. Es gab Sticky Toffee Pud und eine Mud Pie (Peanutbutter-Eis mit Schokosauce und salzigen Karamell mit zwei Brownie-Stücken). Es war der Himmel auf Erden. Wer auf Pie steht, sollte den Pieminister umbedingt aufsuchen. Gut essen in Manchester und in England ist also definitiv möglich.

Mud Pie
Bild 8: Eine absolut empfehlenswerte Mud Pie mit Brownies, Erdnussbuttereis, Schokosauce und gesalzenem Karamell.

Essen gut, alles gut

Die englische Küche ist also besser als ihr Ruf – zumindest in Manchester, Chester und Liverpool. Die Engländer sollen aber in den letzten Jahren ihre Küche erheblich aufgewertet haben, um auch traditionellere Gerichte für Einheimische und Touristen attraktiver zu machen. Ich würde aus meiner eingeschränkten Erfahrung mit britischen Gerichten sagen: Die Renaissance der englischen Küche ist gelungen.

Ich hoffe, mein kleiner Artikel „Gut essen in Manchester“ hat Dir gefallen. Solltest du einmal in der Münchner Gegend sein, empfehle ich dir meine Kritiken zu Gesund essen in München und Beste Pizza in München.

Fotcredits:

Titelbild: ©TheDigital Artist /pixabay.com // Bild 1-8: ©Sebastian Hering / xebax.de

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